Elefantengewohnheiten

Oder wie Sie Ihren Mitarbeitenden die Veränderungsbereitschaft erleichtern können.

Die Welt scheint immer schneller zu drehen. Manchen Personen fällt die Anpassung an neue Technologien je länger je schwerer. Warum gelingt es jedoch erfolgreichen Menschen, diese neuen Möglichkeiten für ein erfülltes Leben zu nutzen?

Was macht erfolgreiche Menschen aus?

Das Wort Erfolg stammt vom Verb erfolgen ab. Es drückt eine allgemeine Folge oder Konsequenz einer Handlung aus. Erst in den letzten 100 Jahren wurde das Wort Erfolg gleichgestellt mit Sieg und Glück. Plakativ gesagt, haben erfolgreiche Menschen nach einem Misserfolg 1x mehr eine neue Perspektiven ausprobiert als jene, die aufgegeben haben.

Der liebe Umgang mit neuen Perspektiven

Unsere Bewertung von Veränderungen hängt von unseren Erwartungen ab. Prognosen und unsere innere Einstellung gegenüber gewissen Themen lösen Erwartungen aus, die bei Erfüllung unser Denken und Fühlen im Gleichgewicht halten. Werden hingegen die Erwartungen nicht erfüllt, entsteht ein Ungleichgewicht, das uns in eine Krisenstimmung führt. Eine Krise wirft uns aus den gewohnten Bahnen. Das birgt Angst und Unsicherheit. Krisen zwingen uns über den Tellerrand zu schauen, uns neu zu orientieren und neue Möglichkeiten zu entdecken.

Die Integration der veränderten Rahmenbedingungen erfolgt jedoch nicht ganz so einfach. Nicht selten erstarren Mitarbeitende nach schlechten Neuigkeiten. Nach einer gewissen Zeit holt sie der Alltag ein und die Neuigkeiten werden verdrängt bevor effektiver Widerstand entwickelt wird. Erst mit der Zeit sind sie gewillt, neue Perspektiven auszuprobieren und die veränderten Bedingungen in ihren Alltag zu integrieren.

Wie stärken Sie die Veränderungskompetenz Ihrer Mitarbeitenden?

In der Forschung spricht man im erfolgreichen Umgang mit schwierigen Situationen von Resilienz. Der Begriff wird aus dem Lateinischen resiliere abgeleitet, was so viel bedeutet wie zurückspringen, abprallen. Ins Deutsche übersetzt entspricht das etwa dem Begriff der Widerstandsfähigkeit. So wird der Begriff Resilienz im Allgemeinen als die Fähigkeit eines Systems im erfolgreichen Umgang mit Veränderungen umschrieben.

Für veränderungskompetente Mitarbeitende ist es wichtig, dass Arbeitgeber eine resilienzfreundliche Umgebung anbieten. Leider ist dies nicht ganz so trivial. Die noch junge Resilienzforschung hat 7 Schlüssel im erfolgreichen Umgang mit schwierigen Situationen entdeckt:

  1. Akzeptanz – akzeptieren Sie, was nicht verändert werden kann
  2. Optimismus – don’t worry, be happy
  3. Selbstwirksamkeit – gehen Sie Ihren eigenen Weg
  4. Eigenverantwortung – erkennen Sie Ihre persönlichen Grenzen
  5. Netzwerkorientierung – Hilfe suchen und annehmen
  6. Lösungsorientierung – denken Sie in Möglichkeiten & Lösungen
  7. Zukunftsorientierung – don’t dream your life, live your dream

Die grosse Frage lautet dann nur noch: wie befähigen Sie Ihre Mitarbeitenden dazu ihren eigenen Weg zu gehen, eigenverantwortlich zu handeln oder ihr Netzwerk in ungewohnten Situationen zu aktivieren.

Im Zentrum steht das Potential

Nicht jeder Mensch braucht dieselben Stützen, wenn es im Leben mal etwas turbulenter wird und Veränderungen anstehen. Je nach Talenten, sucht jemand den Kontakt mit seinem Netzwerk um sich auszutauschen und Ideen zu sammeln wo hingegen andere sich gerne zurückziehen oder mit unbändigem Optimismus und Humor die Situation ausstehen.

In Firmen ist es somit wichtig, die individuellen Talente der Mitarbeitenden zu anerkennen und sie bei Change Projekten optimal einzusetzen.